Liebe ver.di, wann kämpft ihr mit uns um einen Tarifvertrag?

Folgende Frage erreichte uns am gestrigen Abend (20.09.16) über die Kommentarfunktion eines älteren Blogbeitrages:
„Liebe ver.di,
wann erfüllt ihr endlich eure Versprechen und kämpft mit uns um einen Tarifvertrag?
Die Vonovia Property Management GmbH wird immer mehr zum Sklaventreiber.“

Auf diese Frage möchten wir wie folgt antworten:
„Liebe/r Chrissy,
vielen Dank für deine Frage. Wir hoffen ausser dir sind noch viele andere Beschäftigte bei der Vonovia Property Management GmbH so ungeduldig und warten nur noch dass endlich was passiert. Da der Arbeitgeber sich erneut weigert sich mit uns an den Verhandlungstisch zu setzen sieht es ganz so aus, als müssten wir in Kürze zu unserem äussersten Druckmittel greifen und die Beschäftigten zum Streik aufrufen. Bis dahin ist es wichtig, dass du mit deinen Kolleginnen und Kollegen im Betrieb redest, um heraus zu finden ob sie deine Meinung teilen. Wir befinden wir uns momentan in Vorbereitungen und du wirst schon bald wieder von uns hören. Solltest du dich an unseren Vorbereitungen beteiligen wollen, was uns sehr freuen würde, melde dich doch noch einmal!
Herzliche Grüße
Katja“

Ein Gedanke zu “Liebe ver.di, wann kämpft ihr mit uns um einen Tarifvertrag?

  1. Hallo zusammen,
    in dem neuesten Artikel der WAZ vom 14.11.16 wird die Realität mal wieder nicht korrekt dargestellt. Offensichtlich haben wir alle – liebe Kolleginnen, liebe Kollegen – anscheinend etwas verpasst oder wir leben gegebenenfalls in einer andern Welt als diese Konzernsprecherin und vermutlich mit ihr anscheinend die komplette Führungsebene.
    Fakt ist, dass rund 450 Mitarbeiter gemäß Betriebsübergang auf die Vonovia Property Management GmbH übergeleitet wurden. Es handelt sich hier neben den Kollegen, die im Bereich Telefonie tätig sind, auch um Kollegen, die in diversen Fachbereichen tätig sind (Mietanpassung, Forderungsmanagement, Nebenkostenabrechnung, Bewirtschaftung, etc.). Es handelt sich um Leute mit Ausbildung, Fortbildung, ggf. Studium.

    Gemäß diesem Artikel werden in dem Servicecenter ja lediglich die Anrufe entgegengenommen, die an die entsprechenden Fachabteilungen weitergeleitet werden. Da es sich hier ja um „mindere Arbeit“ handelt (wir sollten hier immer zwischen den Zeilen lesen) wird damit aus Unternehmenssicht die ungleichgemäße Bezahlung gerechtfertigt.
    Doch wo sitzen denn die Fachabteilungen, die z.B. darüber entscheiden, ob z.B. ein Mietverhältnis mit dem Interessenten im Hinblick auf Schufa, Eignung (öffentlich geförderter/ freifinanzierter Wohnungsbau, etc.) zustande kommen kann? In Bochum? Dort wird die Sprecherin den entsprechenden Fachbereich wohl vergeblich suchen. Aber vielleicht sollten wir sie mal fragen!

    Gemäß der Aussage
    „Dem drohenden Streik in Duisburg sieht das Unternehmen gelassen entgegen. Henckel: „Ob es wirklich zu einem Streik kommt, bleibt abzuwarten.“ nehmen unsere Vorgesetzten und besonders die Führungsebene uns nicht ernst. Wollen wir das tatsächlich?

    Es werden Kollegen gemaßregelt, es wird auf Krankenstände angesprochen, eingeschüchtert, uns werden „Regeln“ auferlegt (kein Brötchen/Bütterchen am Arbeitsplatz, Bau-Pause beim WC-Gang, bei Besuch des BR soll auch Betriebsrat gekennzeichnet werden), wir werden gemäß zukünftigem Schichtplan erheblich in unsere Freizeitgestaltung beeinträchtigt, etc..

    Der Sklavenhandel wurde eigentlich vor langer Zeit abgeschafft, doch Vonovia führt in wieder ein. Den gläsernen Mitarbeiter – den gab es zu Stasi-Zeiten auch!

    Wollen wir so etwas tatsächlich? Es ist erschreckend was wir alles mit uns machen lassen.

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, unsere Urgroßväter und Großväter haben für Ihre Rechte gekämpft. Die haben sich nicht von irgendwelchen Leuten vorschreiben lassen was sie tun und zu lassen haben. Ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit Mitarbeitern ist ein wesentlicher Aspekt eines Arbeitsverhältnisses!

    Vonovia geht es nicht schlecht (siehe Sponsoring des Vonovia Stadions, Gehälter Vorstand, Gehalt Abteilungsleitung, etc.). Tarifflucht muss nicht sein! Nicht in einem gesunden Unternehmen was erheblich Gewinne erwirtschaftet und Aktionäre befriedigt.

    Also bitte geht in Euch und lehnt Euch auf, streikt mit uns – gemeinsam können wir vielleicht etwas bewegen. Wenn wir gar nichts machen, wird sich jedenfalls nie etwas ändern! Und dann soll sich auch keiner beschweren unter dem Motto: die anderen haben ja nie etwas getan!

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