Entgelttarifvertrag gekündigt – Forderungen beschlossen

Die Arbeitswelt der Beschäftigten in der Wohnungswirtschaft verändert sich immer rasanter. Die Arbeitszeiten werden kundenfreundlich ausgeweitet oder verschoben, die Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze grundlegend, Arbeitsverdichtung wird durch den Fachkräftemangel ein immer größeres Problem. Und auch das Arbeitsumfeld verändert sich in einer immer schnelleren Geschwindigkeit – hierbei dürfen die Beschäftigten nicht verloren gehen.

Die Tarifkommissionen von ver.di und der IG BAU haben sich mit diesen veränderten Arbeitswelten beschäftigt und die Ergebnisse in ihre Forderungen mit einfließen lassen. Das Ergebnis der Befragung der ver.di Mitglieder in der Wohnungswirtschaft macht deutlich, dass eine Mehrheit der Befragten eine kombinierte Forderung erwartet. Ebenfalls gab eine überwiegende Mehrheit der Mitglieder beider Gewerkschaften den Tarifkommissionen den Auftrag Mitgliedervorteilsregelung zu verhandeln.
Unsere Forderungen sind:
– Entgelterhöhungen um 4,5%
– Überproportionale Erhöhung der Azubi-Vergütung, mindestens 75 €/Monat
– Differenzierungsklausel für Mitglieder der IG BAU und der ver.di
– Wahlmöglichkeit der Umwandlung der Entgelterhöhung in zusätzliche Urlaubstage

Die Verhandlungen beginnen am 9. April in Düsseldorf.

Nun liegt es an uns allen, dass diese Forderungen auch umgesetzt werden können. Denn gute Tarifverträge fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis engagierter Mitglieder, die sich für ihre Interessen stark machen. Beteiligt euch in den kommenden Monaten aktiv an den Aktionen zur Tarifrunde!
Organisiert euch! Werdet Gewerkschaftsmitglied!

3 Gedanken zu “Entgelttarifvertrag gekündigt – Forderungen beschlossen

  1. Lieber Kollege, die Tarifforderung von 4,5% ist das Ergebnis einer Umfrage. Hier sind die in der Wohnungswirtschaft Beschäftigten Mitglieder befragt worden, was sie für die kommende Tarifrunde fordern. Die 4,5% sind ein Ergebnis dieser Befragung.

  2. 4,5 % ist leider nicht viel aber ein Anfang. Es würde mal schön sein wenn die unterste Lohngruppen mal mit der LG 2 angepasst wird. Der Unterschied ist enorm. Es ist schade das ich mit der LG 1 kaum über die runde komme und die LG 2 als gewerblicher Arbeitnehmer nicht zu steht angeblich 🙁

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