Archiv der Kategorie: Wowi in den Landesbezirken

Mitgliederversammlung Hessen 24. Juni 2021

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Bundestarifkommission hat die Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen beschlossen. Die ersten Verhandlungs­termine stehen fest und ab August beginnt die heiße Phase der diesjährigen Tarifrunde. Darüber wollen wir gemeinsam im Austausch bleiben. Wir laden Euch daher ein zu einer digitalen Mitglieder­versammlung am

Donnerstag, den 24. Juni 2021, um 17:00 Uhr

ein.

Folgendes haben wir mit euch vor:

  1. Begrüßung, ggf. Vorstellungsrunde
  2. Fahrplan für die Tarifrunde
  3. Rückblick: Was hat die Beschäftigtenbefragung ergeben?
  4. Tarifforderung: Was hat die BTK beschlossen?
  5. Verabredungen zur Kommunikation und Aktionen
  6. Verschiedenes

Bitte teilt uns bis Mittwoch, den 23. Juni über guido.jurock@verdi.de mit, ob ihr an der Versammlung teilnehmen werdet. Ihr erhaltet dann den Zugangslink zu unserer Webex-Konferenz. Eine Teilnahme ist auch per Telefon möglich.

Solltet ihr am 24.06. verhindert sein, aber trotzdem von uns über den Verlauf der Tarifrunde informiert werden wollen, schreibt mir bitte ebenfalls eine E-Mail.

Kollegiale Grüße

Guido Jurock
Gewerkschaftssekretär

ver.di fordert: Privatisierte Hausmeister in die Gewobag zurückholen

Pressemitteilung vom 09.06.2021

Schlechtere Löhne, schlechtere Arbeitsbedingungen, schlechterer Service und dazu auch noch Rattenplagen: Ein breites Bündnis von Mieterbeiräten, dem Berliner Mieterverein und ver.di will die durch die Privatisierung der Hausmeister- und Reinigungsdienstleistungen verursachten Verschlechterungen für Mieter und ehemalige Gewobag-Beschäftigte beseitigen. Das Bündnis fordert den Berliner Senat auf, an einem Runden Tisch gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Im Jahr 2011 verkaufte die Gewobag im Zuge zahlreicher Kostenreduzierungs- und Effizienzmaßmaßnahmen auch ihr Hausmeister-Tochterunternehmen Gewobag HS an das Privatunternehmen fletwerk, eine gemeinsame Firma dreier Privatunternehmen. Seitdem kauft sie die Dienstleistungen von dort ein. Doch statt dem versprochenen besseren Service zu niedrigeren Kosten, höherer Effizienz und Kostenreduktion für Mieter und Gewobag ist das Ergebnis nach einem Jahrzehnt Privatisierung ernüchternd: Die Reinigungsleistungen entsprechen nicht den Anforderungen, ein erhöhtes Müllaufkommen führt in vielen Wohnungsbeständen zu Rattenplagen und die Hausmeister sind oft nur sehr schlecht erreichbar. Die Qualität, die das Privatunternehmen fletwerk abliefert, ist also deutlich schlechter geworden – zudem erheblich teurer für Mieter und Gewobag. Hinzu kommt: Die Beschäftigten verdienen erheblich weniger. Sie müssen länger arbeiten, haben weniger Urlaub, sind arbeitsrechtlich schlechter geschützt und erhalten weniger Sonderzahlungen als mit den alten Tarifverträgen.

„Die Bilanz der Privatisierung der Hausmeister- und Reinigungsdienstleistungen bei der Gewobag nach zehn Jahren ist eindeutig: Die Ausgliederung mit dem Argument der Kosteneinsparung ist in Wahrheit teurer und findet auf dem Rücken der Beschäftigten statt“, sagt Benjamin Roscher, der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter. „Wir haben in den vergangenen Monaten mit den Mietervereinigungen die Situation besprochen. Unsere Lösung ist klar: Die Privatisierung muss rückgängig gemacht werden. Das ist für die Mieter, die beschäftigten Hausmeister und Reinigungskräfte und auch für die Gewobag die beste Lösung.“

„Die kommunalen Wohnungsunternehmen stellen aktuell die wesentliche Reserve eines für Mieterinnen und Mieter sicheren Wohnraums dar, der weitgehend noch für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbar ist. Aber kommunal wohnen darf nicht >schlecht wohnen< bedeuten. Deshalb muss der Mieter-Service bei Betriebskosten und Mängelbeseitigung nicht nur bei der Gewobag dringend verbessert werden“, fordert der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild.

In einem ersten Schritt haben ver.di, das Bündnis kommunal und selbstverwaltet Wohnen (kusWo), der Mieterrat Gewobag und der Berliner Mieterverein einen offenen Brief an die zuständigen Senatorinnen und Senatoren, den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung der Gewobag und den Vorstand der Wohnraumversorgung Berlin geschrieben.

Für Rückfragen:

Benjamin Roscher, ver.di-Landesfachbereichsleiter Besondere Dienstleistungen, Tel.: 0151 23 61 68 89, Marie Schubenz, kusWo, Tel.: 0163 / 24 97 784 Reiner Wild, Berliner Mieterverein e.V., Tel.: 030 / 226 26 119

2021-06-09 Offener Brief Fremdvergabe von Dienstleistungen

Einladung zur digitalen Mitgliederversammlung – 16. Juni 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Wohnungswirtschaft,
der Flächentarifvertrag, der euer Entgelt regelt, ist zum 31.10.2021 erstmals kündbar. Bis zum 1. Juni konntet Ihr online eure Forderungen und Wünsche für die kommende Tarifrunde kundtun.
Am 16. Juni 2021, um 18:30 Uhr wollen wir auf einer digitalen Mitgliederversammlung einen Blick darauf werfen, was bei der Umfrage herauskam und mit welchen daraus resultierenden Forderungen die Bundestarifkommission in die Verhandlungen geht. Für Niedersachsen und Bremen möchten wir auch schauen, wie wir diese – unsere – Forderungen mit Aktionen unterstützen und durchsetzen können.
Eingeladen sind alle in der Wohnungswirtschaft Beschäftigten, für die der Tarifvertrag gilt oder Anwendung findet. Wer noch nicht bei ver.di ist, kann (und sollte!) das schnell ändern, denn zusammen können wir mehr erreichen: mitgliedwerden.verdi.de.

Du möchtes teilnehmen? Wende dich für den Login an: fb13.nds-hb@verdi.de

Du arbeitest in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen?

Du arbeitest in der Wohnungswirtschaft in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen (kurz: SAT) und hast Fragen rund um deinen Arbeitsplatz, bist an weiteren Informationen interessiert oder möchtest dich gerne für bessere Arbeitsbedingungen mit deinen Kolleginnen und Kollegen vor Ort einsetzen? Dann melde dich gerne bei deinem FB13-Team in SAT unter der Mail fb13.sat@verdi.de

Netzwerktreffen der Wohnungswirtschaft & Tarifrunde

Letztes Jahr haben wir eine Beschäftigtenbefragung im Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (kurz: SAT) durchgeführt und wollten erfahren, wie die Arbeitsbedingungen vor Ort aussehen, wie zufrieden die Mitarbeiter*innen damit sind und was noch verbesserungswürdig ist.

Nun wollen wir die Themen zum Anlass nehmen und ein landesbezirksweites Netzwerk der Wohnungswirtschaft in SAT aufbauen, um einen Austausch rund um die Arbeitsbedingungen zu ermöglichen und zur gemeinsamen Verbesserung beizutragen. Dafür laden wir alle Interessierten der Wohnungswirtschaft aus SAT zu einem ersten digitalen Treffen am Donnerstag, den 10. Juni 2021 um 17:00 Uhr via Webex ein, bei dem wir uns kennenlernen und uns u.a. über die Themen aus der Befragung austauschen können.

Einfach anmelden unter fb13.sat@verdi.de und wir senden die Zugangsdaten zu.

Außerdem gehen die Tarifverhandlungen in der Wohnungswirtschaft bald los. Der Tarifvertrag läuft zum 31. Oktober 2021 aus und die Wohnungswirtschaft weist ein sattes Plus für die Unternehmen auf. Alle Interessierte informieren wir im Anschluss über die diesjährige Tarifrunde und besprechen weitere Schritte.

Bis zu 1.000 Euro Unterschied

ver.di-Umfrage zu Arbeitsbedingungen ausgewertet

Wie bereits in der publik 8/2020 angekündigt, hat der ver.di-Fachbereich Besondere Dienstleistungen die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft im Landesbezirk zu ihren Arbeitsbedingungen in den Unternehmen vor Ort befragt und die Rückmeldungen nun ausgewertet.
„Die Ergebnisse der Befragung waren für uns nicht überraschend. Für zwei Drittel der Befragten aus der Branche regeln Tarifverträge deren Arbeitsbedingungen, aber ein Drittel hat das Nachsehen. Das zeigt sich vor allem bei niedrigeren Gehältern, wo ein Unterschied im monatlichen Bruttoeinkommen von 1.000 Euro nicht unüblich ist.“, sagt die Projektleiterin Katrin Neurath. Bis zu 1.000 Euro Unterschied weiterlesen

Wohnungswirtschaft: Gewobag VB – unsere Geduld ist bald zu Ende!

Am 15. April 2021 fand die geplante Verhandlungsrunde statt. Endlich hatten wir mal Gelegenheit, uns den ganzen Tag intensiv mit den Fragen rund um einen zukünftigen Tarifvertrag bei der Gewobag VB zu beschäftigten, denn es war schließlich der erste ganztägige Verhandlungstermin. Geplant war, dass wir die Eingruppierungen grundsätzlich abschließen und uns dann der Verhandlung um das Niveau widmen, vielleicht auch schon Fragen rund um Regelungen des Manteltarifvertrags besprechen.

Zum Download: Unsere Geduld ist bald zu Ende  pdf-Datei 400 KB

Den Mietenwahnsinn beenden – Berlin entscheidet 2021!

Nach über einem Jahr Verschleppung hat am 26. Februar 2021 die zweite Stufe des Volksbegehrens der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ begonnen. Ziel ist die Vergesellschaftung der Berliner Bestände großer privatwirtschaftlicher Immobilienunternehmen. Alle Bestände mit mehr als 3.000 Wohnungen sollen gegen Entschädigung in öffentliches Eigentum überführt werden.

Lese dazu die Gemeinsame Erklärung von Gewerkschaften, Mietervereinen und Organisationen der Zivilgesellschaft vom 19.04.2021pdf-Datei 147 KB