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Nassauische Heimstätte: Keine Einigung in 1. Runde

Annäherung aber noch kein Abschluss

Die Tarifverhandlungen für einen neuen Vergütungstarifvertrag in der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt haben begonnen. Am 06.11.2018 trafen wir uns mit der Geschäftsführung und der Personalabteilung zu einer ersten Verhandlungsrunde. Wir begründeten eingangs unsere Forderungen. Aus Sicht der Tarifkommission muss am Ende der Verhandlungen eine Lohnsteigerung stehen, die sowohl der gestiegenen Inflation (momentan 2,5%), als auch der allgemeinen bundesweiten Lohnentwicklung (bisher 3,4% in 2018) gerecht wird.
Trotz Bewegung auf beiden Seiten konnte leider noch keine Einigung erzielt werden. Lediglich bei den Auszubildendenvergütungen zeichnet sich bereits eine Lösung ab. Auch haben wir uns darauf verständigt zunächst die Löhne für den Betrieb Süd zu verhandeln. Danach soll eine Anpassung der Löhne in Nord verhandelt werden, bei der wir darauf achten werden, dass der Abstand keinesfalls größer wird.

Arbeitgeber bringen Unternehmensfest ins Spiel

Angesichts der in der Vergangenheit geringen Teilnehmerzahlen beim Unternehmensfest hat die Arbeitgeberseite deutlich gemacht, dass sie an der Arbeitsbefreiung am Tag des Unternehmensfestes nicht festhalten will. Wir haben hierzu einen Vorschlag gemacht, der die Beschäftigten nicht schlechter stellen würde. Konkret haben wir vorgeschlagen den Freitag nach Christi Himmelfahrt arbeitsfrei stellen. Auch haben wir angeboten eine Brückentagsregelung für Fronleichnam zu vereinbaren.

Vorstellungen noch zu weit auseinander – Bewegung am 13.12. notwendig

Angesichts der noch zu weit auseinanderliegenden Vorstellungen haben wir die Verhandlungen auf den 13.12.2018 vertagt. Wir hoffen bis dahin auf ein substantiell besseres Angebot. Denn die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe gibt die von uns geforderten Entgeltsteigerungen her. Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten von der guten wirtschaftlichen Lage auch finanziell profitieren.

ver.di informiert bei Betriebsversammlungen

Wir werden die Beschäftigten der Unternehmensgruppe in den anstehenden Betriebs­versammlungen (20.11.2018 Betrieb Nord und 29.11.2018 Betrieb Süd) über den momentanen Verhandlungsstand informieren!

Eure Tarifkommission

Download: Flugblatt zur ersten Verhandlungsrunde NH/W 2018

Tarifverhandlungen Nassauische Heimstätte starten!

ver.di fordert Erhöhung zwischen 5% und 6%!

Am 06.11.2018 starten die diesjährigen Tarifverhandlungen bei der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt. Die ver.di-Tarifkommission hat folgende Forderungen beschlossen:

  1. Erhöhung der Tabellenentgelte, der Zulagen und Auszubildendenvergütungen um 5%, für die Gruppen 1-4 mindestens um 100 € brutto monatlich für den Betrieb Süd,
  2. Erhöhung der Tabellenentgelte, Zulagen und Auszubildendenvergütungen um 6 %, mindestens 200 € brutto monatlich für den Betrieb Nord.
  3. Einführung eines Wahlmodells: Eröffnung der Möglichkeit auf die Erhöhung der Vergütung zu Gunsten von sieben zusätzlichen Urlaubstagen zu verzichten.

Forderungen sind berechtigt und verkraftbar!

Quartalsbericht Q2 2018 der NH. Der Jahresüberschuss lag bereits im ersten Halbjahr um rd. 17,0 Mio. € über dem Vorjahr
Laut Quartalsbericht lag der Jahresüberschuss bereits im ersten Halbjahr um rd. 17,0 Mio. € über dem Vorjahr

Angesichts der weiter guten wirtschaftlichen Lage der Unternehmensgruppe ist unsere Forderung sowohl angemessen als auch wirtschaftlich verkraftbar. Die Inflationsrate hat sich gegenüber 2017 nochmals erhöht. Gleichzeitig leisten wir durch unsere Arbeit unseren Beitrag zur guten Lage der Unternehmensgruppe. Es wird Zeit, dass sich Anerkennung für unsere Arbeit auch auf dem Konto bemerkbar macht!

Wir hoffen auf ein tragfähiges Angebot der Geschäftsführung. Für Dezember haben wir noch einen weiteren Verhandlungstermin vereinbart.

Download: Flugblatt Forderungen NH 2018

NH | Wohnstadt: Tarifergebnis!

Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu!

Im Oktober hat ver.di der Geschäftsleitung und den Beschäftigten der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt die Tarifforderung zur diesjährigen Verhandlungsrunde mitgeteilt. Diese wurde auf Grundlage einerim September durchgeführten Tarifumfrage aufgestellt.

Am 13.10. fand eine erste und am 16.11. eine zweite Verhandlungsrunde statt. Dabei ist ein Verhandlungs­ergebnis erzielt worden, dass die Grenze des derzeit Erreich­baren ausreizt.

Die Tarifpartner sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

  1. Erhöhung der Tabellenentgelte im Betrieb Süd um 2,4 %.
  2. Erhöhung der Tabellenentgelte im Betrieb Nord um 2,65 %.
  3. Die in den Tabellen eingruppierten Beschäftigten erhalten eine Einmal­zahlung i.H. von 300 Euro. Die bereits mit dem Dezember­gehalt 2016 ausgezahlt wird.
  4. Die Kinderzulagen Süd und Nord werden um jeweils 2,4 % erhöht.
  5. Die Auszubildendenvergütungen werden für jedes Ausbildungsjahr um den Festbetrag von 28 Euro monatlich erhöht.
  6. Laufzeit des Tarifvertrages vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

Für die entgültige Zustimmung wurde eine beidseitige Erklärungsfrist bis zum 5.12.2016 vereinbart.

Die Arbeitgeberseite hat ein deutliches Interesse formuliert, in 2017 das Thema „Überarbeitung des Manteltarifvertrages“ anzugehen. Die Tarifkommission hat das nicht überrascht. Die Mitglieder der Tarifkommission werden hierzu zunächst geschult, ums sich dann zu positionieren. Auch hierfür werden Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung herangezogen.

ver.di wird die anstehenden Betriebsversammlungen dazu nutzen, das Ergebnis persönlich vorzustellen.

Fazit dieser Verhandlungsrunde: Es wird immer schwerer gute Ergebnisse zu erzielen, die Tarifkommission braucht hierfür eure Unterstützung! Wer sich den Gewerkschaftsbeitrag spart, schwächt die Verhandlungs­position der Gewerkschaft. Das führt dazu, dass von Euch gewünschte Ziele zum Teil nicht erreicht werden können. Doch auch die reine Mitgliedschaft reicht noch nicht. Wir müssen bereit sein, uns auch selbst für die Verbesserung unserer eigenen Arbeits­be­dingungen einzusetzen.

Geiz ist eben nicht immer Geil! Dies gilt nicht nur für die Arbeitgeberseite!

Gemeinsam etwas erreichen!

Bessere Tarifverträge gibt es nur mit mehr ver.di-Mitgliedern. Mehr Mitglieder – Mehr Durchsetzungsmacht!

mitgliedwerden.verdi.de

Tarifinfo NH | 2016

Nach Streik: Tarifergebnis bei Wohnungsunternehmen Neuland in Wolfsburg

Am 19.09. informierten wir an dieser Stelle über einen mehrstündigen Streik beim Wolfsburger Wohnungsunternehmen Neuland!

Ziel der ver.di Tarifkommission war die Einführung eines gerechten Vergütungssystems für alle Beschäftigten und darauf konnte man sich nun mit dem Arbeitgeber einigen.

Ob das Verhandlungsergebnis so angenommen wird entscheiden jetzt die ver.di Mitglieder auf der nächsten Mitgliederversammlung!

Wir gratulieren den Neuland Beschäftigten zu Ihrer Hartnäckigkeit! 10 Verhandlungsrunden und ein Streik haben am Ende das erwünschte Ergebnis gebracht!

Es geht doch!

Details zum Verhandlungsergebnis findet ihr hier: tarifinfo-neuland-27-09-2016

Streik bei Wohnungsunternehmen in Wolfsburg

Am Freitag, den 09.09. legten Beschäftigte des Wohnungsunternehmens Neuland in Wolfsburg für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Die ver.di Mitglieder des Unternehmens zogen mit Transparenten und Sprechchören zum Wolfsburger Rathaus.
Grund waren die am Vortag gescheiterten Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Worum geht es?
Seit Anfang 2015 befindet sich die Gewerkschaft ver.di mit der Geschäftsführung der NEULAND Wohnungsbaugesellschaft in Tarifverhandlungen über ein neues Vergütungssystem.

„Erklärtes Ziel des Arbeitgebers war es, den Gruppenplan von 1973 zu erneuern. Leider zeigte sich im Verhandlungsverlauf immer wieder, dass es der Geschäftsleitung eben nicht ausschließlich um das Erneuern geht, sondern auch um eine Kostensenkung“, berichtet ver.di Gewerkschaftssekretärin Melanie Tietz. So sollte zunächst der Bauhof „zukunftsträchtiger“ gemacht werden, was eine Absenkung der Löhne der Beschäftigten des Bauhofs beinhaltete. Konnte dies durch den Widerstand der ver.di-Mitglieder verhindert werden, entzündet sich nunmehr der Streit an der Einführung einer Stufensystematik.

ver.di fordert ein Stufensystem abhängig von Beschäftigungszeiten bei der NEULAND. Dazu ver.di Tarifkommissionsmitglied Bodo Teitge: „Die Beschäftigten möchten ein transparentes Erfahrungsstufensystem, in welchem sie sich wiederfinden und nicht der Willkür des Arbeitgebers ausgesetzt sind. Der bisher übliche Nasenfaktor sollte für die Zukunft keine Rolle mehr spielen.“

Die Geschäftsführung will dagegen am bisherigen Stufensystem festhalten. Dies beinhaltet zwei Stufensprünge, wobei die letzte Stufe nur durch nicht nachvollziehbare Kriterien erreicht werden kann, die der Arbeitgeber zudem selbst festlegt.

„Für unsere Kolleginnen und Kollegen zeigt die Haltung der Geschäftsführung eine geringe Wertschätzung ihrer oft jahrelangen Arbeit für die Neuland“, kommentiert dies Melanie Tietz von ver.di. „Nachdem die Beschäftigten bereits von 2005 bis Ende 2015 statt der 37 Stunden tatsächlich 39 Stunden in der Woche gearbeitet haben – ohne Lohnausgleich -, ist das Maß voll“.

„Es entsteht der Eindruck, dass finanzielle Fehlinvestitionen wie der Kauf der Berlinovobestände, auf Kosten der Beschäftigten ausgeglichen werden sollen“, bewertet dies Melanie Tietz.

Die Tarifverhandlungsrunde am 08.09. ist leider ohne ein für die ver.di Kolleginnen und Kollegen zufriedenstellendes Ergebnis zu Ende gegangen. „Wir erwarten, dass die Geschäftsführung einen klaren Schritt auf uns zugeht. Unsere Kolleg*innen sind bereit, notfalls für ein gerechtes Vergütungssystem in Arbeitskämpfe zu ziehen“, so Tietz abschließend.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27.09. statt!!!!

Wir halten euch auf dem Laufenden!